Stefan Müller-Naumann, München

Preisträger „Große Häuser, kleine Häuser – Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ 2008-2013

Historisches Museum – Umbau und Sanierung der Altbauten, Frankfurt am Main

Frankfurt am Main

Stefan Müller-Naumann, München

Historisches Museum – Umbau und Sanierung der Altbauten, Frankfurt am Main

Frankfurt am Main
Projekt
Historisches Museum - Umbau und Sanierung der Altbauten
Architekt
Diezinger Architekten GmbH (bis Juni 2011 Diezinger & Kramer), Eichstätt
Bauherr
Magistrat der Stadt Frankfurt am Main, Kulturamt, vertreten durch das Hochbauamt der Stadt Frankfurt am Main

Im Herzen der Frankfurter Altstadt gründen auf alten Stadtbefestigungsanlagen die Altbauten des Historischen Museums – darunter das älteste aufrecht stehende Gebäude Frankfurts. Vom zwölften bis zum 19. Jahrhundert entstanden, war das aus fünf verschiedenen Gebäuden bestehende Ensemble im Laufe der Zeit im Inneren bis zur Unkenntlichkeit verändert worden. Das Gebäudeensemble wurde substanziell und konzeptionell grundlegend saniert und auf einen technischen Stand gebracht, der modernen Museen entspricht. Vorgefundenes, Historisches wurde konserviert und Neues zeitgemäß ergänzt. Die Sanierung stärkt das Ensemble als Ganzes und führt gleichzeitig die unterschiedlichen Gebäudeteile innerhalb deren typischer Baustile – auch innenräumlich – wieder ihrer eigenen unverwechselbaren Identität zu. So erhielt jeder Gebäudeteil seine eigene autarke Erschließung zurück: Reaktivierte, historische Wendeltreppen und ergänzende, neue Treppen ermöglichen das Erleben der historischen Räume in neuem inneren Zusammenhang.

www.diezingerarchitekten.de

Beteiligte Fachplaner
Ingenieure Bamberger, Pfünz (Lichtplanung, Lichtsteuerung)
Arge Gillmann Schnegg, Basel (Museographie)

Stefan Müller-Naumann, München
Stefan Müller-Naumann, München
Stefan Müller-Naumann, München
Stefan Müller-Naumann, München
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Preisträger

„Große Häuser, kleine Häuser – Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ 2008-2013 – Martin-Elsaesser-Plakette

Juryurteil

Ein dichtes Konglomerat aus historischen Bauten wurde umfassend saniert und eine – auf einige Jahre hin angelegte – provisorische Dauerausstellung installiert. Im Bereich eines der ältesten Häuser Frankfurts – der Pfalzkapelle – machen Betonstelen das ursprüngliche Volumen ablesbar. Wie bei allen anderen Eingriffen war hier das oberste Ziel eine Beruhigung, Klärung und Herausarbeitung des Bestandes und seiner Zeitschichten. Es gibt wunderbare Passagen durch die komplexen Überschneidungen baugeschichtlicher Epochen. Das Gebäude wird selbst zum Sprechen gebracht und ist ein faszinierendes Exponat.